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U-Verlagerung Knurrhahn


Für die untertägige Verlagerung wurde ein Fisch- und Amphibiennamen ausgewählt somit befindet sich die geplante Anlage in einer alten Stollenanlage. Welches auch bei U-Verlagerung Knurrhahn zutrifft. Sie wurde im alten Kalkbergwerk Herold geplant und bewilligt. Bereits 1944 wurde der Aufbau einer Flugzeugfabrik für Junkers durch die Wehrmacht im Bereich der 43-Meter-Sohle des Bergwerkes begonnen. Baunummer war 148 für die 12000qm große untertägige Anlage. Die unterirdische Produktion der Venuswerke AG (Deckfirma der Junkers-Werke) Venusberg sollte wenige Monate nach Bau bereits anlaufen. Der Zugang zu der untertägigen Anlage erfolgte anfangs nur über den Schacht bis der tonnlägige Stollen ausgebaut wurde und mit LKW sowie mit einer Schmalspurbahn zur Baustelle gefahren werden konnte. Doch bis 1945 waren hier über 750 sowjetische Kriegsgefangene eingesetzt, das geplante Werk und der Stollen wurden jedoch nicht mehr fertiggestellt. Denn der Krieg war zu Ende. Die angefangene Anlage wurde durch die Rote Armee gesprengt. Hierbei entstanden Brüche in der 31-Meter- und in der 10-Meter-Sohle. Ebenfalls wurde das Tagesfallortmundloch, durch die Sprengung zerstört. 1946 erfolgte der Wiederaufbau des Kalkbergwerkes welches dann von der Westsächsischen Steinwerke GmbH 1990 eigenständig verwahrt wurde. Zum Ende des Bergbaus am 31. Mai 1985 war die Lagerstätte auf 13 Sohlen (bis zu 130-Meter-Sohle) erschlossen. Von der U-Verlagerungen sind keine Relikte mehr vorhanden. Das komplette Bergwerk ist seit 1990 vollständig verwahrt. Es sind nur noch die Hauptgebäude und Kalköfen des ehemaligen Kalkwerks Herold zu sehen.

 

 

Rund um die U-Verlagerung Knurrhahn

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