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U-Verlagerung Makrele I in Halberstadt - 5.0 out of 5 based on 4 votes

U-Verlagerung Makrele I

Objektnummer 3

 

Die Herstellung von Tragflächen für den Nachtjäger Ju 88, sowie die Teilfertigung von Zellen für die Ju 88 und Ju 388 sollten bombensicher in unterirdische Produktionsanlagen verlegt werden. Hierfür wurde eine geeignete unterirdische Anlage gesucht. Nach einer Begehung und kurzen Untersuchung des Gesteins rund um die vorhanden zwei Höhlensysteme wurde das Gebiet für geeignet erklärt und wenig später gesperrt so das ab März 1944 der Ausbau der U-Verlagerung Makrele I, bzw. U-Verlagerung Granit, begonnen wurde. Der Deckname Makrele I wurde nämlich erst im November 1944 vergeben. Die U-Verlagerung besteht aus drei Systemen einem Stollenneubau und zwei vorhandenen Höhlensystemen die zuvor dem Felsenkeller Halberstadt gehörten. Auf den Örtlichkeiten war zuvor bzw. auch danach eine Champignonzucht. Die Ausbauarbeiten durch die Zwangsarbeiter musste rasch voran gegangen sein den ab August 1944 sprach man von der Auslagerung der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke A.G., Zweigwerk Halberstadt in bereits fertig gestellten Bereiche. Der Ausbau der Untertageverlagerung erfolgte durch viele Zwangsarbeiter des Lagers Langenstein-Zwieberge, einem Aussenlager vom KZ Buchenwald. Der Stollenvortrieb wurde hauptsächlich durch französische Kriegsgefangene ausgeführt. Die Gesamtfläche von 6500m² sollte dann eine Nutzfläche von 3700m² zur Verfügung stellen. Das sind ungefähr die Ausmaße von 200m x 75 m. Das System verfügte über ein unterirdisches Heizhaus mit 3 Kesseln und einer Belüftungsanlage mit verbunkerten Schachtkopf. Diese bestand aus zwei Schächten einem Luftschacht und einen Rauchabzug (Schornsteinschacht). Der Schacht für den Rauchabzug wurde doppelt gemauert. In die äußere hochgemauerte Mauer wurde der eigentliche Schornstein hochgemauert in dem sich wiederrum ein großes Metallrohr befand. Überirdisch wurde dieser mit einer dicken abgeschrägten Übermauerung geschützt. Die vorhandenen Höhlensysteme besaßen nach dem Ausbau eine Nutzfläche von 550 m² und wurden für die Metallverarbeitung und dem Sandstrahlen genutzt. Die geplante Herstellung von Tragflächen für Ju 88 und Rumpfzellen für Ju 162 wurde ab Dezember 1944 bis April 1945 durchgeführt. Der Stollenneubau wurde dann teilweise gesprengt. Beziehungsweise alle Zufahrten (die Zufahrt West, Ost sowie Zufahrt Süd) und zwei Verbindungsstollen.

 

 

Fotogalerie U-Verlagerung Makrele I

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