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U-Verlagerung Rauchquarz

Projekt Molch III


1943 begann man im Rahmen des Mineralölsicherungsprogramms des Ministers für Bewaffnung und Munition des III. Reiches, welches auch Geilenberg Programm genannt wurde, im ganzen Land geeignete Stellen für Untertage Verlagerungen zu suchen. So auch für das Vorhaben Molch III (Deckname Rauchquarz, 1143) und das Vorhaben Molch IV welche nach diversen Kriterien dann im alten Kalkbergwerk von Miltitz gewilligt wurden. C11c (U-Verlagerung Rauchquarz) sprich Projekt Molch III ist eine Untertage-Verlagerungen vom Geilenberg-Projekt der C-Projekte in der 2.Welle.

Auf der ersten und zweiten Sohle sollten, für Molch IV, 8000 bis 10000m2 Nutzfläche geschaffen werden. Die geplante Destillation von Flugbenzin der I.G. Farben Auschwitz (Vorhaben Molch IV) sollte am 30.06.1945, so plante man es, in Betrieb gehen. Die Anlage sollte durch Kracken aus minderwertigem Benzin hochwertiges Flugzeugbenzin herstellen. Es waren 6.400 Monatstonnen Roh-Bi-Öl bzw. Roh-Di-Öl in der Anlage geplant. Für den Einbau der technischen Anlagen wurde die Friedrich Uhde K.G. Dortmund beauftragt. Die Baustoffe und Anlagenteile konnten durch das Anschlussgleis vom Bahnhof Miltitz-Roitzschen direkt zur Baustelle geliefert werden. Die Anlage kam per Bahn aus Monowitz und Umgebung. Der Boden wurde geebnet und eine Maschinenhalle inklusive Schornstein sowie verschiedene Auflagen für die verschiedenen Tanks gemauert. Die Baudurchführung selbst wurde von der OT-Einsatzgruppe Dresden geleitet. Trotz vieler Zwangsarbeiter und intensiven Bauens kam es vor Kriegsende nicht mehr zu der Produktion von Flugzeugbenzin. Durch die extreme Bemühung den Zeitplan einzuhalten wurden die Zwangsarbeiter so heftig gescheucht das 17 von Ihnen während der Bauzeit ums Leben kamen. Die Anlage wurde sowohl unterirdisch im Bergwerk als auch überirdisch neben dem Bergwerk errichtet. Nach Fertigstellung der geheimen Anlage sollte man die Produktionsstätten mit einer LKW-Rampe erreichen können. Die Rampe wurde aber nur vorbereitet und nicht mehr in den Berg getrieben.

 

Neben der beiden Molch Anlagen wurden zusätzlich Ventile und Kolbenringe für die Flugzeugindustrie produziert. Für dieses Vorhaben waren jedoch umfangreiche Einbauten erst einmal nötig. Deshalb begann 1943 die Organisation Todt bereits in dem Bergwerk zu bauen. Übertage wurde der gesamte Außenbereich mit Tarndraht und mit Netzen vor Fliegerangriffen verborgen. Die Fertigung von Kolben und Kolbenringen sowie Ventilen lief bereits wie man anfing die Molch Anlagen ins Bergwerk zu installieren. Für die Fertigung gab es keinen Decknamen. Jedenfalls konnten wir keinen hierzu für ausmachen. Ebenfalls haben wir für das Projekt Thor, welches sich mit der Herstellung von schwerem Wasser beschäftigen sollte, keine Dokumente finden können die auf die Anlagen in Miltitz sich beziehen. Es soll aber ein solches Dokument geben. Wir haben es bisher nicht gefunden und konnten es auch nicht einsehen.

 

 

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